Xovis KI-Funktionen im Überblick: Was die AI Extensions wirklich leisten

Fachartikel · Xovis AI Extensions

Ein Personenzähler, der nur Köpfe zählt, beantwortet eine Frage: Wie viele? Die KI-Erweiterungen der Xovis-3D-Sensoren – bei Xovis „AI Extensions“ – gehen weiter. Sie zeigen, ob die Besucher als Paar oder Familie kommen, ob Ihr Personal die Statistik verfälscht, wie viele Kinderwagen und Rollstühle unterwegs sind oder wohin Menschen im Raum blicken. Das Besondere: Alle Berechnungen finden im Sensor statt, freigeschaltet wird per Lizenz – ohne neue Hardware. Dieser Artikel erklärt jede Funktion, ihren praktischen Nutzen, die technischen Voraussetzungen und die Datenschutzaspekte.

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Das Prinzip: KI direkt im Sensor

Alle aktuellen Xovis-Sensoren sind kleine Rechner mit Stereo-Optik. Sie erzeugen ein räumliches Bild, erkennen darin Personen und verfolgen sie als anonyme Spuren. Die KI-Erweiterungen setzen genau hier an: Zusätzliche, im Gerät laufende neuronale Netze werten für jede erkannte Person weitere Merkmale aus – etwa das äußere Erscheinungsbild für eine Geschlechterschätzung, die Ausrichtung von Kopf und Schultern oder ein mitgeführtes Objekt.

Man spricht von Edge-KI: Die Auswertung geschieht dort, wo die Daten entstehen. Es gibt keinen Videostream in eine Cloud, keinen zentralen KI-Server und keine Bildarchive. Das Ergebnis verlässt den Sensor ausschließlich als Zahl oder Ereignis – zum Beispiel „Zähllinie Eingang, Richtung hinein, Gruppe mit 3 Personen“.

Weil die Rechenleistung bereits im Sensor steckt, genügt zur Aktivierung eine Lizenz. Bestehende Installationen lassen sich so nachträglich erweitern, sofern Sensortyp und Montagehöhe zur gewünschten Funktion passen. Laut Hersteller kann für einige Funktionen eine zeitlich begrenzte Testlizenz direkt am Sensor aktiviert werden.

7KI-Funktionen
0Bilder, die den Sensor verlassen
1Lizenz statt neuer Hardware

Die KI-Funktionen sind an bestimmte Montagehöhen gebunden. Demografische Merkmale benötigen einen günstigen Blickwinkel auf Kopf und Oberkörper – deshalb sind die Höhenbereiche hier enger als bei der reinen Zählung.

1. Gruppenzählung – Kaufeinheiten statt Köpfe

Was

Die Gruppenzählung erkennt, welche Personen gemeinsam unterwegs sind, und fasst sie zu einer Einheit zusammen. Neben der Personenzahl liefert der Sensor so die Zahl der Gruppen bzw. Kaufeinheiten – eine Familie mit zwei Kindern ist eine Einheit, nicht vier.

Wie

Der Sensor analysiert die Bewegungsspuren: Personen, die dicht beieinander, in gleichem Tempo und in dieselbe Richtung gehen, werden als Gruppe gewertet. Die Zuordnung erfolgt laufend im Sensor, auch innerhalb größerer Besucherströme.

Nutzen

Die wichtigste Handelskennzahl, die Konversionsrate, wird erst mit Kaufeinheiten realistisch. Beispielrechnung: 1.000 gezählte Personen und 250 Bons ergeben 25 % Konversion. Wurden dieselben Besucher als 600 Gruppen erkannt, liegt die tatsächliche Konversion bei rund 42 %. Wer Personalplanung, Aktionen oder Filialvergleiche auf die richtige Basis stellt, trifft bessere Entscheidungen.

Montagehöhe

Sehr breiter Einsatzbereich: 2,20 – 6,00 m bei PC2SE und PC2SE-L, 2,00 – 6,00 m bei der PF-L; auch für die PC3SE verfügbar. Bei sehr niedriger Montage ist der Blickwinkel eng, in sehr dichtem Gedränge kann die Trennung schwieriger werden.

Xovis Gruppenzählung – gemeinsam gehende Personen werden als Einheit erkannt
Gruppenzählung: Personen, die gemeinsam gehen, werden zu einer Einheit zusammengefasst

2. Mitarbeiterausblendung – saubere Zahlen ohne Personal

Was

Mitarbeitende, die häufig durch den Eingang gehen – Regale auffüllen, Waren holen, Pause machen – blähen die Besucherzahl auf. Die Mitarbeiterausblendung erkennt Personal am Namensschild mit einem speziellen Xovis-Muster und nimmt diese Personen aus der Zählung heraus oder weist sie separat aus.

Wie

Das Schild trägt ein genormtes Muster und kommt ohne Batterie oder Funk aus. Der Sensor erkennt das Muster optisch im Gerät. Da alle Schilder dasselbe Muster tragen, wird keine einzelne Person identifiziert – der Sensor weiß nur „Personal“ oder „Besucher“.

Nutzen

Beispiel: In einer Filiale mit 800 Kunden am Tag gehen fünf Mitarbeitende je rund 20-mal durch den Eingang – das sind 100 zusätzliche Durchgänge oder über 12 % Verfälschung. Gerade bei Filialvergleichen, Konversions- und Personalkennzahlen macht die Bereinigung den Unterschied.

Montagehöhe

PC2SE und PC2SE-L 2,50 – 3,50 m, PC2SE-UL 2,40 – 3,25 m, verfügbar ab Firmware 4.2. Für die PF-L ist die Funktion aktuell nicht verfügbar. Grenzen: schlechte Beleuchtung, sehr volle Bereiche sowie zu niedrige oder zu hohe Montage, bei der das Muster nicht mehr lesbar ist. Die passenden Namensschilder (rot oder grau) finden Sie im Zubehör.

Xovis Mitarbeiterausblendung per Namensschild
Mitarbeiterausblendung: Personal mit Musterschild wird separat erfasst
Xovis-Namensschild rot für Mitarbeiterausblendung
Namensschild mit Xovis-Muster

3. Geschlechterstatistik – Zielgruppen verstehen

Was

Die Funktion schätzt anhand des äußeren Erscheinungsbilds, ob eine Person eher als weiblich oder männlich wahrgenommen wird, und liefert daraus den Frauen- und Männeranteil je Zähllinie und Zeitraum.

Wie

Ein im Sensor trainiertes Modell bewertet gut sichtbare, visuelle Merkmale – ähnlich wie ein Mensch, der auf den ersten Blick einschätzt. Es handelt sich ausdrücklich um eine statistische Schätzung, nicht um eine Identifikation oder eine biologische Feststellung. Ausgegeben werden Zählwerte je Kategorie.

Nutzen

Sortiment, Schaufenster, Werbung und Personalansprache lassen sich an der tatsächlichen Besucherstruktur ausrichten. Beispiel: Zeigt die Auswertung, dass der Frauenanteil samstags deutlich höher liegt als unter der Woche, können Aktionen und Beratungsschwerpunkte gezielt auf diesen Tag gelegt werden.

Montagehöhe

PC2SE und PC2SE-L 2,40 – 4,00 m, PC2SE-UL und PF-L 2,40 – 3,25 m. Ungünstige Beleuchtung, sehr steile Blickwinkel und direkte Sonneneinstrahlung mindern die Qualität.

Xovis Geschlechterstatistik
Geschlechterstatistik: anonyme Schätzung je Person, ausgegeben als Zählwert

4. Altersschätzung – das scheinbare Alter als Kennzahl

Was

Die Altersschätzung ermittelt das scheinbare Alter der Besucher und ordnet die Zählungen Altersklassen zu – getrennt für beide Laufrichtungen.

Wie

Ein maschinelles Lernverfahren im Sensor schätzt das Alter anhand des Erscheinungsbilds. Auch hier gilt: Es wird nichts gespeichert, was eine Person wiedererkennbar macht; übrig bleiben Zählwerte je Altersgruppe. Die Funktion setzt eine aktuelle Firmware (ab Version 5.8) voraus.

Nutzen

Zusammen mit der Geschlechterstatistik entsteht ein demografisches Profil je Standort und Tageszeit. Beispiel: Ein Museum stellt fest, dass am Vormittag überwiegend ältere Besucher kommen, nachmittags jüngere – und passt Führungsangebote und Beschilderung entsprechend an. Im Handel lassen sich so Kampagnen und Sortimente prüfen.

Montagehöhe

PC2SE und PC2SE-L 2,80 – 4,00 m, PC2SE-UL und PF-L 2,40 – 3,25 m.

Demografische Schätzungen sind statistische Näherungen. Sie eignen sich hervorragend für Trends und Vergleiche über Zeiträume und Standorte, nicht aber für Aussagen über einzelne Personen.

5. Blickrichtung – wohin schauen Ihre Besucher?

Was

Die Funktion erkennt, in welche Richtung Kopf und Schultern einer Person zeigen. So lässt sich messen, wie viele Passanten einem Schaufenster, einer Warenpräsentation, einem Exponat oder einem Werbebildschirm tatsächlich Aufmerksamkeit schenken.

Wie

Der Sensor bestimmt für jede verfolgte Person einen Richtungsvektor. Trifft dieser Vektor auf eine definierte Fläche – etwa ein Display –, wird das als Blickkontakt gewertet. Auch das bleibt anonym: Es gibt keine Gesichtserkennung und keine Blickverfolgung im Sinne von Eye-Tracking.

Nutzen

Beispiel: Von 2.000 Personen, die täglich am Schaufenster vorbeigehen, wenden sich 300 der Auslage zu – eine Aufmerksamkeitsquote von 15 %. Nach einer Umgestaltung steigt die Quote auf 22 %. So wird der Erfolg von Dekoration, Platzierung und Digital Signage messbar. In Museen zeigt die Blickrichtung, welche Exponate wirklich wahrgenommen werden.

Montagehöhe

PC2SE 2,40 – 4,00 m, PC2SE-L 2,50 – 4,00 m, PC2SE-UL und PF-L 2,40 – 3,25 m.

Xovis Blickrichtungserkennung
Blickrichtung: Ausrichtung von Kopf und Schultern als Richtungsvektor

6. Objekterkennung – Einkaufswagen, Kinderwagen, Rollstühle, Fahrräder

Was

Die Objekterkennung erkennt und zählt mitgeführte Objekte getrennt von den Personen: Einkaufswagen, Kinderwagen, Rollstühle und Fahrräder.

Wie

Die Objekte haben ein charakteristisches Höhen- und Formprofil, das die KI im Sensor zuordnet. An einer Zähllinie entstehen dadurch eigene Zählwerte je Objektklasse – zusätzlich zur Personenzählung.

Nutzen

  • Einzelhandel: Anteil der Kunden mit Einkaufswagen als Indikator für Großeinkäufe; Planung von Wagenrückgabe und Kassenbesetzung.
  • Barrierefreiheit: Wie viele Rollstühle und Kinderwagen nutzen welchen Eingang? Eine belastbare Grundlage für Aufzüge, Rampen und Türtechnik.
  • ÖPNV und Verkehr: Fahrräder und Kinderwagen an Zugängen zählen und Kapazitäten planen.

Montagehöhe

PC2SE 2,20 – 4,00 m, PC2SE-UL 1,95 – 3,50 m, PC2SE-L 2,20 – 3,50 m, PF-L 2,00 – 3,50 m. Am besten funktioniert die Erkennung an ebenerdigen Eingängen; Stufen, Rampen und starke Verdeckung durch Personen erschweren sie.

Xovis-Sensor über einem Eingang mit Objekterkennung
An ebenerdigen Eingängen erkennt der Sensor auch mitgeführte Objekte

7. Maskenerkennung – Hygieneregeln überprüfen

Was

Die Maskenerkennung stellt fest, ob Personen eine Gesichtsmaske tragen, und weist den Anteil statistisch aus.

Wie

Das Modell im Sensor bewertet den Gesichtsbereich aus der Vogelperspektive – ohne das Gesicht zu speichern oder zu identifizieren.

Nutzen

Relevant dort, wo Maskenpflichten gelten oder empfohlen werden: Kliniken, Pflegeeinrichtungen, Reinräume, Labore oder bei künftigen Pandemielagen. Die Quote kann als Nachweis dienen oder in Echtzeit einen Hinweis auslösen.

Montagehöhe

PC2SE und PC2SE-L 3,00 – 4,00 m, PC2SE-UL und PF-L 2,40 – 3,25 m.

Xovis Maskenerkennung
Maskenerkennung: statistischer Anteil der Personen mit Maske

Übersicht: Welche Funktion auf welchem Sensor?

Die Höhenangaben beziehen sich auf die Montagehöhe des Sensors über dem Boden. Außerhalb dieser Bereiche zählt der Sensor weiterhin, die jeweilige KI-Funktion steht jedoch nicht zuverlässig zur Verfügung.

Xovis AI Extensions: verfügbare Funktionen und zulässige Montagehöhen je Sensor
KI-FunktionPC2SEPC2SE-ULPC2SE-LPF-LPC3SE
Demografie & Aufmerksamkeit
Geschlechterstatistik2,40 – 4,00 m2,40 – 3,25 m2,40 – 4,00 m2,40 – 3,25 m–
Altersschätzung2,80 – 4,00 m2,40 – 3,25 m2,80 – 4,00 m2,40 – 3,25 m–
Blickrichtung2,40 – 4,00 m2,40 – 3,25 m2,50 – 4,00 m2,40 – 3,25 m–
Zählqualität & Kennzahlen
Gruppenzählung2,20 – 6,00 m2,20 – 3,50 m2,20 – 6,00 m2,00 – 6,00 m✓
Mitarbeiterausblendung2,50 – 3,50 m2,40 – 3,25 m2,50 – 3,50 maktuell nicht verfügbar–
Objekte & Sonderfunktionen
Objekterkennung2,20 – 4,00 m1,95 – 3,50 m2,20 – 3,50 m2,00 – 3,50 m–
Maskenerkennung3,00 – 4,00 m2,40 – 3,25 m3,00 – 4,00 m2,40 – 3,25 m–

Die Outdoor-Variante PC2SE Outdoor unterstützt laut Hersteller Geschlecht, Blickrichtung, Maske, Mitarbeiterausblendung, Gruppenzählung und Objekterkennung. Für die PC3SE ist die Gruppenzählung verfügbar. Mehrere Funktionen lassen sich kombinieren; bei sehr vollen Bereichen kann die Kombination (z. B. Alter plus Mitarbeiterausblendung) die Leistung mindern.

Lizenzmodell: freischalten statt austauschen

Die KI-Funktionen sind zusätzlich lizenzierbare Erweiterungen. Die Hardware ist bei allen genannten Sensoren bereits dafür vorbereitet – Sie kaufen keinen neuen Sensor, sondern aktivieren die gewünschte Funktion per Lizenz. Lizenzen werden über die Geräteverwaltung von Xovis auch aus der Ferne eingespielt, ein Vor-Ort-Termin ist dafür in der Regel nicht nötig. Die Gruppenzählung ist bei aktueller Firmware laut Hersteller teilweise bereits im Funktionsumfang enthalten.

Das hat zwei Vorteile: Sie starten mit der reinen Zählung und erweitern erst, wenn eine konkrete Fragestellung auftaucht. Und Sie können Funktionen gezielt nur an den Standorten aktivieren, an denen sie wirklich gebraucht werden.

  • Voraussetzung: passender Sensortyp und Montagehöhe (siehe Tabelle)
  • aktuelle Firmware – wir übernehmen Updates auf Wunsch
  • Aktivierung je Sensor, auch nachträglich
  • Konditionen nennen wir Ihnen gerne im persönlichen Angebot

Auswertung in Vemcount

Die KI-Werte kommen erst mit einer passenden Auswertung richtig zur Geltung. In der Analyse-Software Vemcount sind sie im Pro-Paket über zwei Add-ons nutzbar. Beide sind zusätzlich zur Vemcount-Pro-Lizenz kostenpflichtig; die Aktivierung läuft über die Vemco-Cloud.

Add-onEnthaltene Kennzahlen
People AttributesGeschlecht, geschätztes Alter, Blickrichtung, Mitarbeiter-Ausschluss, Maskenerkennung
Object DetectionFahrräder, Kinderwagen, Rollstühle, Einkaufswagen

So erscheinen Frauenanteil, Kaufeinheiten oder die personalbereinigte Konversion direkt neben Umsatz- und Wetterdaten im Dashboard – für einzelne Filialen ebenso wie im Standortvergleich. Alternativ übernehmen Sie die Werte per MQTT oder REST in eigene Systeme (Schnittstellen).

Vemcount-Dashboard mit Kennzahlen
Vemcount-Dashboard: KI-Kennzahlen neben Zählwerten und Umsatz

Datenschutz: anonym by Design

Gerade bei Merkmalen wie Geschlecht oder Alter ist die Frage nach dem Datenschutz berechtigt. Die Architektur der Xovis-Sensoren setzt hier klare Grenzen:

  • Verarbeitung im Sensor: Bilder werden nur im Arbeitsspeicher des Geräts ausgewertet; es gibt keinen Videostream und keine Übertragung von Bildern.
  • Keine Gesichtserkennung, keine Identifikation: Die Modelle ordnen Merkmale statistischen Kategorien zu. Es werden keine biometrischen Profile erstellt oder abgeglichen.
  • Nur Zahlen nach außen: Übertragen werden Zählwerte je Kategorie und – je nach Einstellung – anonyme Koordinaten.
  • Privacy Level 0 – 3: Sie legen fest, ob der Sensor überhaupt ein Bild anzeigt und ob Laufwege gespeichert werden.
  • Einheitliches Namensschild: Die Mitarbeiterausblendung erkennt „Personal“, nicht „Frau Müller“.
  • ePrivacy-Siegel für die Sensoren.
Xovis Privacy Level 0
Level 0
  • Livebild (niedrig aufgelöst)
  • Körpergröße + Laufwege
Einrichtung, Validierung, Test
Xovis Privacy Level 1
Level 1
  • kein Livebild – nur Standbild
  • Körpergröße + Laufwege
Betrieb mit Kontrolle der Montageposition
Xovis Privacy Level 2
Level 2
  • kein Bild
  • Körpergröße + Laufwege
Regelbetrieb mit Laufweg-/Heatmap-Analysen
Xovis Privacy Level 3
Level 3
  • kein Bild
  • keine Laufwege, keine Größen
maximal datensparsam, reine Zählwerte

Diese Hinweise ersetzen keine Rechtsberatung. Besonders beim Einsatz demografischer Funktionen empfehlen wir, den Einsatzzweck vorab mit Ihrem Datenschutzbeauftragten abzustimmen und Besucher transparent zu informieren. Mehr im Ratgeber Datenschutz.

Ausblick: Attention Metrics

Xovis hat für die neue PF-Serie sogenannte Attention Metrics angekündigt. Aufbauend auf der Blickrichtung sollen sie detaillierter und in Echtzeit messen, wie stark Besucher sich Bereichen, Produkten oder Bildschirmen zuwenden. Dank der höheren Rechenleistung der PF-L sollen solche Funktionen per Firmware-Update nachgereicht werden. Wir informieren Sie, sobald die Funktion verfügbar ist.

Für wen lohnen sich welche Funktionen?

BrancheBesonders sinnvolle KI-Funktionen
EinzelhandelGruppenzählung (Konversion), Mitarbeiterausblendung, Geschlecht/Alter, Blickrichtung am Schaufenster, Einkaufswagen
Museen & AusstellungenGruppenzählung (Führungen, Familien), Alter, Blickrichtung an Exponaten, Kinderwagen/Rollstühle
Gebäude & FacilityMitarbeiterausblendung, Objekterkennung für Barrierefreiheit, Maskenerkennung in sensiblen Bereichen
Events & VeranstaltungenGruppenzählung, Demografie für Sponsorenberichte, Kinderwagen/Rollstühle für Einlassplanung

Häufige Fragen zu den Xovis KI-Funktionen

Erkennt der Xovis-Sensor Gesichter?
Nein. Die Sensoren führen keine Gesichtserkennung durch und identifizieren keine Personen. Merkmale wie Geschlecht oder Alter werden im Sensor statistisch geschätzt; übertragen werden nur Zählwerte.
Kann ich KI-Funktionen an bereits installierten Sensoren nachrüsten?
Ja, sofern es sich um einen unterstützten Sensortyp handelt und die Montagehöhe im zulässigen Bereich liegt. Die Funktion wird per Lizenz freigeschaltet, gegebenenfalls ist ein Firmware-Update nötig.
Welche Funktion bringt im Handel den größten Nutzen?
In den meisten Fällen die Kombination aus Gruppenzählung und Mitarbeiterausblendung: Beide bereinigen die Besucherzahl und machen die Konversionsrate erst aussagekräftig.
Funktioniert die Mitarbeiterausblendung mit der PF-L?
Derzeit nicht. Für die PF-L ist die Mitarbeiterausblendung aktuell nicht verfügbar. Nutzen Sie dafür die Sensoren der PC2SE-Serie.
Wie genau sind Alters- und Geschlechtsschätzung?
Es handelt sich um statistische Schätzungen, die über viele Personen hinweg aussagekräftige Anteile liefern. Einflussfaktoren sind Montagehöhe, Beleuchtung und Besucherdichte. Für Trendanalysen und Vergleiche sind die Werte gut geeignet, für Aussagen über Einzelpersonen nicht.
Brauche ich Vemcount, um die KI-Werte zu nutzen?
Nein. Die Werte stehen im Sensor zur Verfügung und können per MQTT, REST oder CSV weiterverarbeitet werden. Vemcount bietet mit den Add-ons „People Attributes“ und „Object Detection“ – zusätzlich zur Pro-Lizenz kostenpflichtig, Aktivierung über die Vemco-Cloud – jedoch fertige Auswertungen und Dashboards.
KI-Funktionen für Ihren Standort prüfen

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