Frequenzmessung für Städte und Innenstädte

Anwendung · Städte & Kommunen

Ist die Fußgängerzone seit dem Umbau belebter? Hat der Weihnachtsmarkt Menschen in die Nebenstraßen gebracht? Wie stark hat die Baustelle die Frequenz gedrückt? Viele Städte messen die Passantenfrequenz inzwischen dauerhaft – als sachliche Grundlage für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung und Standortmarketing.

Passende Technik
Anwendung · Städte & Kommunen

Früher wurde die Frequenz an wenigen Stichtagen von Zählteams mit Handzählern erhoben. Heute zählen Sensoren rund um die Uhr, bei jedem Wetter und an jedem Tag des Jahres. Erst dadurch werden Trends, Saisoneffekte und die Wirkung einzelner Maßnahmen sichtbar.

Die wichtigsten Mehrwerte

Frequenz dauerhaft kennen

Passanten pro Stunde, Tag und Jahr an ausgewählten Punkten der Innenstadt – vergleichbar über Jahre und zwischen Straßen.

Wirkung von Events

Stadtfest, verkaufsoffener Sonntag, Weihnachtsmarkt: Wie viele Menschen kommen zusätzlich, und profitieren auch die Lagen abseits der Veranstaltung?

Baustellen & Verkehr

Veränderungen durch Baustellen, Umleitungen, neue Radwege oder Parkraumkonzepte werden messbar – vorher, währenddessen und danach.

Leerstandsmanagement

Belastbare Frequenzzahlen sind für Ansiedlungsgespräche wertvoll: Interessenten sehen, wie viele Menschen täglich an einem Ladenlokal vorbeigehen.

Standortmarketing

Stadtmarketing und Werbegemeinschaften belegen den Erfolg ihrer Arbeit und planen Aktionen dort, wo sie am meisten bewirken.

Anonym per Prinzip

Radar und Lichtschranken erzeugen keine Bilder; die KI-Kamera PreViCount AI wertet im Gerät aus und speichert nur Zählwerte.

Praxisszenario: Der verkaufsoffene Sonntag

Wie eine Stadt die Frequenzdaten eines Aktionstages auswerten kann – fiktive Beispielwerte:

Zählpunkt (Beispiel)Normaler SonntagAktionssonntagVeränderung
Hauptstraße, Mitte4.00012.000+200 %
Marktplatz2.5009.500+280 %
Nebenstraße Nord8001.200+50 %
Bahnhofstraße3.0005.400+80 %

Die Interpretation liegt auf der Hand: Die Veranstaltung wirkt stark, verteilt sich aber kaum in die Nebenlage Nord. Beim nächsten Mal könnte dort eine Bühne, ein Kinderprogramm oder eine Beschilderung Besucher gezielt in die Seitenstraße lenken – und die nächste Messung zeigt, ob es gewirkt hat.

Wie wird im öffentlichen Raum gezählt?

Radar

Radarsensoren wie der TAC-B EWP oder der TAC-B 4G erfassen Bewegungen über eine Wegbreite von bis zu rund 10 m, unterscheiden Fußgänger und Radfahrer und erzeugen keine Bilder. Montage an Fassade oder Mast.

KI-Kamera

PreViCount AI eignet sich für breite Plätze und gemischten Verkehr. Die Erkennung läuft in der Kamera, ein Mosaikfilter macht Gesichter und Kennzeichen unkenntlich, gespeichert werden nur Zählwerte. Für den öffentlichen Raum ist eine sorgfältige Datenschutzprüfung trotzdem Pflicht.

3D-Sensor außen

Der Xovis PC2SE Outdoor zählt von oben, etwa unter Arkaden, an Passagen oder Durchgängen.

Radar-Personenzähler in der Innenstadt
Radar an der Fassade: anonyme Frequenzmessung ohne Kamera

Daten, die über Jahre wertvoll werden

Der größte Nutzen einer Frequenzmessung entsteht mit der Zeit. Ein einzelner Messtag sagt wenig; erst mehrere Jahre durchgehender Daten zeigen, ob eine Innenstadt an Anziehungskraft gewinnt oder verliert, wie sich Onlinehandel, neue Mobilitätsangebote oder Umgestaltungen auswirken und welche Lagen sich unterschiedlich entwickeln. Planen Sie Zählpunkte deshalb dauerhaft und mit gleichbleibender Montage – dann bleiben die Werte über Jahre vergleichbar. Ergänzende Informationen wie Wetter, Ferien, Veranstaltungen und Baustellen sollten mitdokumentiert werden, etwa als Ereignisnotizen in der Auswertungssoftware.

Referenzen

Personenzählung ist unter anderem bei der Stadt Frankfurt, der Stadt Hanau und weiteren Städten mit Systemen von Preiser im Einsatz – auch für Innenstadtzählungen und in Tourist-Informationen. Mehr unter Referenzen.

Welche Kennzahlen Sie gewinnen

  • Passantenfrequenz pro Stunde, Tag, Monat und Jahr je Zählpunkt
  • Laufrichtung und – bei Radar – Anteil Fußgänger/Radfahrer
  • Vorher-nachher-Vergleich bei Umbau, Baustelle oder Verkehrsänderung
  • Zusatzfrequenz durch Events und Aktionstage
  • Ranking von Lagen für Ansiedlung und Leerstandsmanagement
  • Offene Daten per API/MQTT für Stadtportal, Dashboard oder Open-Data-Plattform

Passende Technik

Häufige Fragen

Ist Passantenzählung im öffentlichen Raum datenschutzkonform möglich?
Mit bildloser Technik wie Radar ist die Zählung von vornherein anonym. Bei KI-Kameras erfolgt die Auswertung in der Kamera, gespeichert werden nur Zahlen. Die konkrete Bewertung sollte mit Ihrem Datenschutzbeauftragten abgestimmt werden; unser Ratgeber gibt eine Orientierung, ersetzt aber keine Rechtsberatung.
Wo sollten die Zählpunkte liegen?
An Stellen, die repräsentativ für eine Lage sind und an denen möglichst alle Passanten eine definierte Linie queren – z. B. in Fußgängerzonen zwischen zwei Kreuzungen. Wir unterstützen bei der Standortwahl.
Brauchen wir Strom und Netzwerk am Mast?
Nicht zwingend. Der TAC-B 4G überträgt per Mobilfunk und lässt sich mit dem Solarsystem SPS20 netzunabhängig betreiben. Wo PoE vorhanden ist, bietet sich der TAC-B EWP an.
Können die Daten öffentlich angezeigt werden?
Ja, per API oder MQTT lassen sich die Werte in ein Stadtportal oder Open-Data-Angebot einbinden.
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Persönliche Beratung

Welcher Personenzähler passt zu Ihrem Eingang?

Wir beraten herstellerübergreifend – von der batteriebetriebenen Lichtschranke bis zum KI-3D-Sensor. Schildern Sie uns kurz Ihren Einsatzort, wir melden uns mit einer konkreten Empfehlung.