Schwimmbäder & Freizeitanlagen: Auslastung live, Aufsicht planbar
35 Grad, Sonntag, Ferien: Die halbe Stadt will ins Freibad. Wer vorher online sieht, wie voll es gerade ist, kommt später oder wählt ein anderes Bad. Und die Badleitung weiß jederzeit, wie viele Gäste auf dem Gelände sind – für Aufsicht, Kasse und Sicherheit.

Kassensysteme wissen, wie viele Tickets verkauft wurden – aber nicht, wie viele Gäste das Bad bereits wieder verlassen haben. Personenzähler an Ein- und Ausgängen liefern die aktuelle Belegung als Differenz aus Zu- und Abgängen. Damit wird aus einer Tagesstatistik ein Werkzeug für den laufenden Betrieb.
Die wichtigsten Mehrwerte
„Wie voll ist es?“ online
Die aktuelle Auslastung auf Website, App oder Display am Eingang. Gäste planen ihren Besuch selbst – das entzerrt Spitzen und reduziert Schlangen an der Kasse.
Aufsicht nach Besucherzahl
Die Zahl der Badegäste ist einer der Faktoren für die Aufsichtsplanung. Mit Live-Werten und Verlaufsdaten lassen sich Rettungsschwimmer und Badeaufsicht vorausschauend einteilen.
Kapazität an Hitzetagen
Bei Erreichen einer festgelegten Höchstzahl schaltet eine Ampel oder Anzeige auf Rot, das Kassenpersonal wird informiert, Zutritt erst wieder bei Abgängen.
Abgleich mit Kasse & Drehkreuz
Zählwerte und Ticketverkäufe gegenüberstellen: Wie viele Gäste kommen mit Saison- oder Mehrfachkarten, wie lange bleiben sie im Durchschnitt?
Sauna & Beckenbereiche
Separate Zählung für Sauna, Kinderbecken, Rutschenbereich oder Liegewiese zeigt, wo es eng wird – und wo Personal oder Reinigung gebraucht werden.
Technik nach Last
Die Badegastzahl beeinflusst Wasserqualität und Raumluft. Belegungsdaten helfen, Aufbereitung und Lüftung besser an die tatsächliche Last anzupassen.
Praxisszenario: Ein heißer Samstag im Freibad
Das folgende Beispiel mit angenommenen Werten zeigt, wie Live-Belegung und Planung zusammenspielen:
- 9:00 Uhr – ÖffnungDie Prognose aus den Vorjahresdaten ähnlicher Tage lässt einen vollen Tag erwarten. Zusätzliche Aufsichts- und Kassenkräfte sind bereits eingeplant.
- 11:30 Uhr – 60 % AuslastungDie Website meldet „gut besucht“. Das Kiosk-Team wird verstärkt, die Rutsche erhält eine zweite Aufsicht.
- 14:00 Uhr – 95 % AuslastungDie Anzeige am Eingang springt auf Gelb, die Website empfiehlt einen späteren Besuch oder ein anderes Bad der Stadtwerke.
- 14:40 Uhr – Höchstzahl erreichtAmpel auf Rot, Einlass nur noch im Austausch. Das Personal muss nicht schätzen, sondern sieht die exakte Zahl.
- 18:00 Uhr – AuswertungTagesverlauf und Spitzenwert fließen in die Planung der nächsten Hitzewelle ein.
Für die Aufsicht in öffentlichen Bädern gelten die Verkehrssicherungspflicht des Betreibers sowie einschlägige Richtlinien der Fachverbände. Feste Schlüssel „Aufsichtsperson je Badegast“ gibt es dort nach unserem Kenntnisstand nicht – die Besucherzahl ist aber ein wesentlicher Faktor der Einsatzplanung. Klären Sie die Anforderungen für Ihr Bad bitte mit Ihrer Aufsichtsbehörde, Ihrem Fachverband bzw. Sachverständigen.
Badeaufsicht: Was Betreiber leisten müssen – und wo die Zählung hilft
Betreiber von Schwimmbädern müssen den Badebetrieb im Rahmen ihrer Verkehrssicherungspflicht angemessen überwachen, um Gefahren abzuwenden. Eine lückenlose Rundum-Überwachung jedes einzelnen Badegastes verlangt die Rechtsprechung dagegen nicht – sie wäre auch nicht zumutbar (vgl. Haufe ↗, BeckRS 2022, 363 ↗).
Maßgeblich für die Organisation der Betriebsaufsicht ist die Richtlinie DGfdB R 94.05 ↗ der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen.
Kein fester Schlüssel pro Kopf
Wie viele Aufsichtskräfte am Beckenrand nötig sind, wird nicht pauschal pro Badegast berechnet. Es hängt ab von
- Beckengröße und Beckenart (z. B. Wellenbecken, Rutschen, Sprunganlage)
- Anzahl der Badegäste
- Unübersichtlichkeit der Anlage und der Wasserflächen
An starken Sommertagen müssen Betreiber deshalb deutlich mehr Personal einsetzen als an ruhigen Tagen. Genau hier hilft die Zählung: Die Live-Belegung zeigt, wann zusätzliche Kräfte an den Beckenrand müssen, und die Verlaufsdaten vergangener Tage machen den Personalbedarf vorausschauend planbar – und im Nachhinein nachvollziehbar dokumentiert.
Anzeige für Gäste und Personal
Die Belegung kann auf verschiedenen Wegen sichtbar werden:
- Monitor am Eingang und Website: Standard ist die Anzeige aus Vemcount mit Xovis- oder Milesight-Sensoren – die Auslastungsanzeige für Bäder kommt direkt aus Vemcount.
- Lokal ohne Cloud: für schmale Eingänge die RAZL2, für breitere Eingänge die KI-Kamera mit PreViCount Live AI.
- Ampel: Grün/Rot für den Einlass – per Vemcount-Webhook auf ein IP-Relais, integriert in der RAZL2 oder über PreViCount AI.
- Personal: Alarm per E-Mail oder Nachricht beim Erreichen von Schwellwerten.
Welche Kennzahlen Sie gewinnen
- Aktuelle Anzahl Gäste im Bad bzw. in einzelnen Bereichen
- Tagesverläufe und Spitzenzeiten, auch im Vergleich zu Wetter und Ferien
- Durchschnittliche Aufenthaltsdauer (aus Zu- und Abgängen)
- Verhältnis Zählwert zu Ticketverkauf
- Auslastung von Sauna, Kinderbereich, Rutsche, Liegewiese
- Anzahl Tage mit Kapazitätsgrenze – Grundlage für Investitionsentscheidungen
Passende Technik
SoftwareVemcountAuslastungsanzeige für Monitor und Website, Alarme und Verlaufsanalyse mit Wetterdaten (Pro).
3D-SensorXovis PC2SE OutdoorHöchste Genauigkeit (bis zu 99 %) am überdachten Außeneingang – mit Vemcount.
ToFMilesight VS133Bis zu 99 % für Foyer, Sauna- oder Hallenbadzugang – mit Vemcount.
KI-KameraPreViCount Live AIBreite Eingänge und Freigelände, lokal mit Ampelansicht, ohne Cloud.
AmpelRAZL2 EinlassampelLokal für schmale Durchgänge, z. B. Sauna oder Nebeneingang.Häufige Fragen
Funktionieren die Sensoren im feuchten Hallenbad?
Kann die Auslastung automatisch auf unserer Website erscheinen?
Ersetzt die Zählung ein Drehkreuz?
Wie viele Rettungsschwimmer brauche ich bei 1.000 Gästen?
Welcher Personenzähler passt zu Ihrem Eingang?
Wir beraten herstellerübergreifend – von der batteriebetriebenen Lichtschranke bis zum KI-3D-Sensor. Schildern Sie uns kurz Ihren Einsatzort, wir melden uns mit einer konkreten Empfehlung.
